relating in complexity: response-abilities and dis/abilities
Timeframe
15.04.2026 —
15.07.2026
Meeting Times
Wed 13:00 — 15:00
Description - EN

This seminar explores what it means to relate—across difference, across species, across histories of harm—within a time of ecological, social, and epistemic unraveling.

Drawing on the work of the DGTF collective and Vanessa Machado de Oliveira, alongside feminist technoscience thinkers such as Donna Haraway, Anna Tsing, Karen Barad and Maria Puig de la Bellacasa and engaging with Crip Theory, we will examine how modernity has trained us to separate ability from dependency, responsibility from entanglement, and design from its ecological and colonial conditions.

Rather than treating responsibility as an individual moral task, we will explore response-ability as a relational capacity: an ability to respond within complex, uneven, and often uncomfortable webs of interdependence. What becomes possible when we understand ability and disability not as fixed attributes of bodies, but as effects of environments, infrastructures, expectations, and power?

Through close reading, collective inquiry, and embodied fieldwork, we will practice staying with complexity rather than resolving it. This seminar asks: How might design move from solving problems to cultivating relational accountability?
How do we remain responsive to more-than-human worlds while also attending to differently abled bodies and minds—without romanticizing either? What capacities must be composted, and what new sensitivities might need to be grown?

This is not a seminar about finding the right answers. It is a space to practice inhabiting complexity with humility, curiosity, and shared responsibility.

Beschreibung - DE

Dieses Seminar untersucht, was es bedeutet, in einer Zeit ökologischer, sozialer und epistemischer Entflechtung Beziehungen zu knüpfen – über Unterschiede, Arten und Geschichten des Leids hinweg.

Ausgehend von den Arbeiten des DGTF-Kollektivs und Vanessa Machado de Oliveira sowie feministischen Technowissenschaftlerinnen wie Donna Haraway, Anna Tsing, Karen Barad und Maria Puig de la Bellacasa und unter Einbeziehung der Crip-Theorie untersuchen wir, wie die Moderne uns dazu erzogen hat, Fähigkeiten von Abhängigkeit, Verantwortung von Verflechtung und Design von seinen ökologischen und kolonialen Bedingungen zu trennen.

Anstatt Verantwortung als individuelle moralische Aufgabe zu betrachten, werden wir die Reaktionsfähigkeit als relationale Fähigkeit untersuchen: die Fähigkeit, innerhalb komplexer, ungleicher und oft unbequemer Netzwerke der gegenseitigen Abhängigkeit zu reagieren. Was wird möglich, wenn wir Fähigkeiten und Behinderungen nicht als feste Eigenschaften des Körpers betrachten, sondern als Auswirkungen von Umgebungen, Infrastrukturen, Erwartungen und Macht?

Durch genaues Lesen, kollektive Forschung und verkörperte Feldarbeit werden wir üben, mit Komplexität zu leben, anstatt sie zu lösen. Dieses Seminar fragt: Wie kann Design von der Lösung von Problemen zur Förderung relationaler Verantwortlichkeit übergehen?
Wie bleiben wir offen für mehr als nur die menschliche Welt und berücksichtigen gleichzeitig Körper und Geist mit unterschiedlichen Fähigkeiten – ohne beides zu romantisieren? Welche Fähigkeiten müssen kompostiert werden, und welche neuen Sensibilitäten müssen möglicherweise entwickelt werden?

Dies ist kein Seminar, in dem es darum geht, die richtigen Antworten zu finden. Es ist ein Raum, in dem man üben kann, Komplexität mit Demut, Neugier und gemeinsamer Verantwortung zu begegnen.

Timeframe
15.04.2026 —
15.07.2026
Meeting Times
Wed 13:00 — 15:00
Meeting Location
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Spots
20
Priority by Semesters
High Semesters applicants are preferred.
Course Number
2787